Was ist das Citec Network?

Wir melden uns bei euch, weil wir alle das gleiche Problem haben: Wir teilen die gleiche Hauseigentümerin: die wiener Investmentfirma „Citec Immo Invest GmbH“!

Dieses millionenschwere Unternehmen war in der Vergangenheit bereits einmal erfolgreich –und rücksichtslos – auf dem berliner Immobilienmarkt unterwegs und strebt momentan nach weiteren gigantischen Profiten – auf unseren Schultern!

Um dies zu erreichen geht die Citec stets nach einem ähnlichen Muster vor: Es wird mit denselben Firmen zusammengearbeitet, möglichst viel am Haus modernisiert und somit die Mieten in die Höhe getrieben, teilweise insgesamt um bis zu 200%!!

Im Falle der Fassadendämmung wurde bei jedem uns bisher bekannten Citec-Haus behauptet, dass die Fassade zu über 10% der Gesamtfläche schadhaft sei. Dies ist frei erfunden und mitunter regelrecht absurd. Es gibt Beispiele von Häusern, die nur wenige Jahre zuvor vollständig renoviert wurden und dennoch eine dermaßen beschädigte Fassade haben sollen. Die Angabe solch hoher Werte ist wichtig, da ab 10% Fassadenschaden die Eigentümer vom Gesetzgeber sozusagen verpflichtet sind zu modernisieren – und in diesem Fall finanzielle Härtefälle nicht geltend gemacht werden können: Wer das Geld für die neue, extrem erhöhte Miete nicht mehr aufbringen kann, muss ausziehen und seine Wohnung aufgeben. Durch diese Methoden macht sich die Citec zu einem aktiven Verdränger von armen und geringverdienenden Menschen aus der berliner Innenstadt!

Für die Citec lohnt sich das gleich doppelt: Die vormals erschwinglichen Wohnungen werden dann zu horrenden Preisen neuvermietet.

Widerspenstige Mieter*innen und Hausgemeinschaften werden auch gerne mal vom Bauleiter der beauftragten Baufirma Belheim GmbH bedroht, fotografiert und eingeschüchtert.

Doch es gibt auch Möglichkeiten, diesen unfairen Methoden der Citec Immo Invest GmbH erfolgreich etwas entgegenzusetzen. Die massenhafte Nicht-Duldung der Modernisierungsmaßnahmen ist eine dieser Handlungsspielräume, die die gigantischen Mieterhöhungen zumindest verzögern oder sogar verhindern können. Ebenso Gegen-Gutachten zum behaupteten Fassadenschaden erstellen lassen. Idealerweise vernetzt man sich möglichst schnell mit den Nachbarn und begründet somit eine solidarische Hausgemeinschaft. Auch die Mitgliedschaft bei der Berliner Mietergemeinschaft sollte möglichst früh erfolgen um in den Genuss des entsprechenden Rechtsschutzs zu kommen.

Ein erstes Vernetzungstreffen von Citec-Betroffenen fand im Frühling 2015 statt. Dies war ein sehr interessanter Austausch von Bewohner*innen unterschiedlicher Häuser über die Methoden der Citec und widerständige Handlungsmöglichkeiten dagegen. Es wurde einheitlich beschlossen, dass wir solch ein Treffen in der Zukunft gerne wieder machen wollen. Mit der Kündigung des Kiezladens F54 in der neuköllner Friedelstraße durch die Citec scheint angesichts dieser Eskalation der Wunsch weiterhin zusammen zu kommen, also kommen wir zusammen!

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